
„Ich habe schon bessere Zeiten gesehen.
Mein Stoff ist abgenutzt, meine Polsterung nachgegeben, und wenn man sich auf mich setzt, merkt man sofort: Ich bin nicht mehr der, der ich einmal war. Und trotzdem – irgendetwas an mir hat gereicht, um nicht ersetzt zu werden.
Also wurde ich in die Polsterwerkstatt Löffelsend gebracht.
Was dann passiert ist, sieht man mir heute nicht mehr an. Aber genau darum geht es.“
Die Ankunft: Ich werde genau geprüft
Kaum angekommen, wurde ich nicht einfach beiseitegestellt. Man hat mich genau angesehen.
Mein Holzgestell wurde geprüft, meine Verbindungen getestet, meine Polsterung beurteilt. Jeder Teil von mir wurde in den Blick genommen – nicht nur das, was sichtbar ist.
Schnell war klar: Ich habe Substanz.
Gemeinsam wurde entschieden, was aus mir werden soll. Soll ich meine Form behalten? Wie fest soll ich in Zukunft sein? Welcher Stoff passt zu mir – und zu dem Raum, in dem ich später stehen werde?
Hier beginnt meine eigentliche Restaurierung – mit Erfahrung und einem klaren Blick für das, was möglich ist.
Der erste Schritt: Mein altes Innenleben wird freigelegt
Dann wurde ich Schicht für Schicht auseinandergebaut.
Mein alter Bezug wurde entfernt. Darunter kamen Materialien zum Vorschein, die mich über Jahre getragen haben. Manche davon waren noch stabil, andere längst verbraucht.
Was für Außenstehende wie Zerstörung aussieht, ist in Wahrheit notwendig.
Nur wenn alles freigelegt wird, kann beurteilt werden, was erhalten werden kann – und was neu aufgebaut werden muss.
Dabei zeigt sich oft, wie Möbel wie ich ursprünglich gefertigt wurden: mit Federkernen, Gurtungen und klassischen Polstermaterialien.
Mein Gestell: Die Basis wird stabilisiert
Ohne ein stabiles Fundament hat kein Möbelstück eine Zukunft.
Deshalb wurde mein Holzgestell genau überarbeitet:
- Lockere Verbindungen wurden neu verleimt
- Tragende Teile stabilisiert
- Kleine Schäden ausgebessert
- Einzelne Elemente bei Bedarf ersetzt
Diese Arbeit sieht man später nicht. Aber man spürt sie – bei jeder Bewegung, bei jedem Hinsetzen.
Ich wurde wieder stabil. Verlässlich. Tragfähig.
Mein Innenleben: Schicht für Schicht neu aufgebaut
Der wichtigste Teil meiner Restaurierung ist meine Polsterung.
Hier entscheidet sich, wie ich mich anfühlen werde.
Je nach Wunsch wurde mein Aufbau neu geplant:
- klassische Polsterung mit traditionellen Materialien
- moderne Schaumstoffe in verschiedenen Härtegraden
- oder eine Kombination aus beidem
Schicht für Schicht wurde ich neu aufgebaut. Jede Lage erfüllt eine bestimmte Aufgabe: stützen, formen, dämpfen, Komfort geben.
Was später niemand sieht, macht den größten Unterschied.
Hier entsteht mein neuer Charakter.
Die Stoffauswahl: Mein neues Erscheinungsbild entsteht
Dann kam die Entscheidung, die man mir am deutlichsten ansehen wird: mein neuer Bezug.
Bei Löffelsend stehen dafür zahlreiche Stoffe und Materialien zur Auswahl – und jede Entscheidung verändert meine Wirkung.
Materialien
Ich hätte viele Möglichkeiten gehabt:
- Naturstoffe wie Baumwolle oder Leinen – angenehm, atmungsaktiv und natürlich
- Mischgewebe – langlebig und gleichzeitig komfortabel
- Synthetische Stoffe – besonders robust und pflegeleicht
- Velours oder Samt – weich, elegant und mit lebendigem Lichtspiel
- Strukturstoffe – griffig, widerstandsfähig und alltagstauglich
Jedes Material fühlt sich anders an. Und jedes passt zu einem anderen Einsatzbereich.
Strapazierfähigkeit und Alltagstauglichkeit
Ein wichtiger Punkt war meine zukünftige Nutzung.
Werde ich täglich genutzt? Gibt es Kinder oder Haustiere? Soll ich besonders pflegeleicht sein?
Hier spielt die Scheuerbeständigkeit eine Rolle – der sogenannte Martindale-Wert:
- niedrig für dekorative Möbel
- mittel für normale Nutzung
- hoch für stark beanspruchte Sitzmöbel
Auch Fleckschutz, Lichtbeständigkeit und Reinigungsfähigkeit wurden berücksichtigt.
Denn ich soll nicht nur gut aussehen – ich soll bleiben.
Farben und Gestaltung
Am Ende ging es um meine Farbe.
Soll ich mich zurücknehmen oder auffallen? Soll ich mich in den Raum einfügen oder bewusst Akzente setzen?
Zur Auswahl standen:
- helle, freundliche Töne
- dunkle, unempfindlichere Farben
- zeitlose, neutrale Nuancen
- kräftige Farben mit Charakter
- Muster und Strukturen für mehr Tiefe
Die Entscheidung fiel nicht nur nach Geschmack, sondern auch danach, wie ich später wirken soll.
Ich bin jetzt Teil eines Gesamtbildes.
Der Zuschnitt: Präzision bis ins Detail
Mein neuer Stoff wurde nicht einfach aufgebracht.
Er wurde zugeschnitten, angepasst und exakt verarbeitet:
- passgenauer Zuschnitt der Stoffbahnen
- Ausrichtung an meiner Form
- sorgfältiges Spannen
- saubere Verarbeitung von Nähten und Kanten
Hier entscheidet sich, ob ich hochwertig wirke – oder nur „neu bezogen“.
Jeder Handgriff sitzt.
Die letzte Kontrolle: Ich werde geprüft
Bevor ich die Werkstatt verlasse, wird alles noch einmal kontrolliert:
- mein Sitzkomfort
- meine Stabilität
- die Verarbeitung meines Bezugs
- jedes Detail
Erst wenn alles stimmt, bin ich fertig.
Das Ergebnis: Ich bin zurück
Heute stehe ich wieder in einem Wohnraum.
Ich bin nicht neu – und genau das ist meine Stärke. Meine Form, mein Charakter, meine Geschichte sind geblieben.
Aber ich bin wieder bequem. Stabil. Und optisch genau das, was man sich bewusst ausgesucht hat.
Ich bin kein Möbelstück von der Stange.
Ich bin ein restaurierter Sessel.
Warum sich meine Restaurierung gelohnt hat
Meine Aufarbeitung war mehr als eine Reparatur.
Sie war eine Entscheidung:
- für Nachhaltigkeit statt Neukauf
- für Qualität statt Austausch
- für Individualität statt Standard
Viele Möbel wie ich haben mehr Potenzial, als man auf den ersten Blick sieht. Man muss es nur freilegen – und neu aufbauen.
Genau das ist hier passiert.
Öffnungszeiten
Montag – Freitag 8 – 18 Uhr
Samstag 10 – 14 Uhr
LÖFFELSEND POLSTERWERKSTÄTTEN GMBH
Am Hirschwechsel 5
21244 Buchholz / Sprötze
Telefon:+49(0) 4186 8958-0
Telefax: +49(0) 4186 8636
E-Mail: info@loeffelsend.de

