Von Anilinleder bis Zarge: Das große Glossar der Polsterei

Wer sich mit hochwertigen Polstermöbeln, Restaurierungen oder Neubezügen beschäftigt, stößt schnell auf Fachbegriffe, die nicht jedem geläufig sind. In unserem Glossar erklären wir die wichtigsten Begriffe aus der Welt der Polsterei verständlich und kompakt.

Polsterhandwerk

Unsichtbare Befestigungstechnik bei Polsterarbeiten, bei der die Heftpunkte später nicht sichtbar sind.

Ein System aus elastischen oder festen Gurten im Unterbau eines Polstermöbels. Sie bildet die Basis für die spätere Polsterung.

Allgemeiner Begriff für die Befestigung von Stoffen, Leder oder Füllmaterialien im Polsteraufbau.
Dekorative und sehr belastbare Naht, die häufig bei Lederarbeiten eingesetzt wird.

Klassische Technik, bei der Federn mit Schnüren verbunden und in Form gehalten werden.

Traditionelle Polstertechnik, bei der viele Arbeitsschritte von Hand ausgeführt werden. Sie gilt als besonders hochwertig und langlebig.

Eine aufwendige Polstertechnik, bei der Stoff oder Leder durch Knöpfe oder Heftpunkte dekorativ in regelmäßigen Abständen eingezogen wird. Typisch für Chesterfield-Sofas.

Bei dieser klassischen Polstertechnik werden Knöpfe tief in die Polsterung eingearbeitet. Dadurch entsteht eine elegante und langlebige Oberflächenstruktur.
Eine Unterfederung aus gewellten Stahlfedern. Sie sorgt für Komfort, Stabilität und eine gleichmäßige Gewichtsverteilung.
Ein Polsteraufbau aus miteinander verbundenen Stahlfedern. Federkernpolsterungen sind besonders langlebig und bieten hohen Sitzkomfort.

Hochwertiger Polsterschaum mit offenzelliger Struktur. Er zeichnet sich durch gute Formstabilität, Elastizität und Langlebigkeit aus.

Ein traditionelles Naturmaterial für hochwertige Polsterungen. Rosshaar ist elastisch, atmungsaktiv und wird vor allem bei klassischen Möbeln eingesetzt.

Eine Stoff- oder Lederwulst entlang von Nähten. Keder setzen optische Akzente und erhöhen die Stabilität der Naht.

Weiches Füllmaterial, das für einen gleichmäßigen Polsteraufbau und angenehme Oberflächen sorgt.

Ein vielseitiges Polstermaterial, das je nach Härtegrad und Dichte unterschiedliche Sitzeigenschaften ermöglicht.

Beschreibt, wie fest oder weich sich eine Polsterung anfühlt. Die ideale Sitzhärte ist individuell und hängt von persönlichen Vorlieben ab.

Ein speziell abgestimmter Polsteraufbau, der Sitzkomfort, Ergonomie und Unterstützung miteinander kombiniert.

Restaurierung & Aufarbeitung

Erneuern oder ergänzen der Polsterfüllung, um Sitzkomfort und Form wiederherzustellen.

Der vorhandene Bezug wird durch neuen Stoff oder neues Leder ersetzt.

Fachgerechte Aufarbeitung eines Möbelstücks unter Berücksichtigung seines ursprünglichen Charakters.

Dünne Holzschicht, die auf einen Träger aufgebracht wird und Möbeln eine hochwertige Optik verleiht.

Traditionelle Oberflächenbehandlung für Holz. Sie sorgt für einen warmen Glanz und wird häufig bei antiken Möbeln verwendet.

Veredelung einer Oberfläche zur Verbesserung von Glanz und Ausstrahlung.

Sammelbegriff für Reparatur, Überarbeitung und optische Auffrischung bestehender Möbel.

Ausbessern, Schleifen und Veredeln von Holzoberflächen.

Gezieltes Ausbessern kleiner Beschädigungen an Holz, Lack oder Furnier.

Beseitigung von Schäden wie Rissen, Ausbrüchen oder lockeren Verbindungen.

Bearbeitung von Holzoberflächen durch Ölen, Wachsen, Lackieren oder Polieren.

Verbinden von Holzteilen mit speziellen Leimen für dauerhafte Stabilität.

Möbelkonstruktion

Das tragende Grundgerüst eines Polstermöbels.

Bestandteil der Möbelkonstruktion, der Stabilität und Form gewährleistet.

Holzbauteile, die vollständig aus gewachsenem Holz bestehen und als besonders hochwertig gelten.

Verbindendes Bauteil zwischen den tragenden Elementen eines Möbelstücks.

Bereich des Gestells, auf dem die Polsterung aufgebaut wird.

Konstruktion aus Gurten oder Federn, die den Sitzkomfort beeinflusst.

Bewährte Holzverbindung mittels Holzdübeln.

Traditionelle handwerkliche Verbindungstechnik im Möbelbau.

Qualitätsmerkmale bei Polstermöbeln

Kennzahl von Schaumstoffen. Ein höheres Raumgewicht spricht in der Regel für eine höhere Materialqualität.

Beschreibt, wie gut eine Polsterung ihre ursprüngliche Form über längere Zeit behält.

Widerstandsfähigkeit eines Stoffes gegen mechanische Beanspruchung.

Qualitätsmerkmal, das die Verarbeitung und Gleichmäßigkeit von Nähten beschreibt.

Beschreibt, wie gut ein Möbelstück dauerhafter Nutzung standhält.

Gesamtheit aller handwerklichen Arbeitsschritte bei der Herstellung oder Aufarbeitung eines Möbelstücks.

Maßanfertigung & Individualisierung

Ein Möbelstück wird exakt nach Kundenwunsch und individuellen Maßen gefertigt.

Individuelle Lösungen für besondere Anforderungen oder außergewöhnliche Raumkonzepte.

Kleine Stoffproben zur Auswahl von Farbe, Struktur und Material.

Vergleich und Auswahl verschiedener Materialien vor der Fertigung.

Anpassung eines Möbelstücks an persönliche Wünsche und Anforderungen.

Ein Möbelstück, das in dieser Form nur einmal existiert.

Erfassung der genauen Maße als Grundlage für die Fertigung.

Die individuellen Vorstellungen und Anforderungen des Auftraggebers stehen im Mittelpunkt der Planung.

Sitzkomfort & Ergonomie

Die Anpassung eines Möbelstücks an die Bedürfnisse des Menschen für möglichst bequemes Sitzen.

Abstand zwischen Boden und Sitzfläche.

Tiefe der Sitzfläche von der Vorderkante bis zur Rückenlehne.

Der Neigungswinkel der Sitzfläche, der den Sitzkomfort beeinflusst.

Unterstützt den Rücken und fördert eine angenehme Sitzhaltung.

Gezielte Unterstützung im unteren Rückenbereich.

Grad der Festigkeit einer Polsterung.

Beschreibt, wie stark eine Polsterung nachgibt und sich wieder aufrichtet.

Gleichmäßige Verteilung des Körpergewichts für angenehmes Sitzen über längere Zeit.

Holz & Oberflächen

Flüssigkeit zur Farbgestaltung von Holzoberflächen, ohne die natürliche Maserung zu verdecken.

Schutz- und Veredelungsschicht für Holzoberflächen.

Oberflächenbehandlung, die die natürliche Struktur des Holzes hervorhebt.

Veredelung von Holzoberflächen mit Wachs für eine angenehme Haptik und einen dezenten Glanz.

Natürliche Struktur des Holzes, die jedes Möbelstück einzigartig macht.

Pflegemaßnahmen zur Erhaltung von Holz-, Stoff- oder Lederoberflächen.

Stoffe & Textilien

Weicher Möbelstoff mit samtiger Oberfläche und charakteristischer Struktur. Chenille wirkt besonders wohnlich und elegant.

Ein Stoff mit kleinen Schlingen oder Knötchen auf der Oberfläche. Bouclé erfreut sich aktuell großer Beliebtheit und vermittelt eine moderne, gemütliche Optik.

Samtähnlicher Stoff mit weicher Oberfläche. Velours überzeugt durch seine edle Ausstrahlung und angenehme Haptik.

Maßeinheit für die Strapazierfähigkeit eines Stoffes. Je höher der Martindale-Wert, desto widerstandsfähiger ist der Bezug.

Bezeichnet die Bildung kleiner Faserknötchen auf der Stoffoberfläche. Dies ist bei vielen Textilien ein natürlicher Gebrauchseffekt.

Beschreibt, wie widerstandsfähig ein Stoff gegen Ausbleichen durch Sonnenlicht ist.

Aufwendig gewebter Stoff mit eingewebten Mustern. Jacquardstoffe wirken hochwertig und dekorativ.

Glatt gewebter Möbelstoff ohne ausgeprägte Struktur. Flachgewebe sind zeitlos und vielseitig einsetzbar.

Fein gewebtes Material mit hoher Strapazierfähigkeit und angenehmer Haptik. Oft pflegeleicht und alltagstauglich.

Bezugsstoff mit deutlich sichtbarer Oberflächenstruktur, die dem Möbel zusätzliche Tiefe und Lebendigkeit verleiht.

Textilien aus mehreren Faserarten. Dadurch lassen sich unterschiedliche Eigenschaften wie Robustheit oder Weichheit kombinieren.

Hochwertiger Möbelstoff aus Wollfasern. Er überzeugt durch seine natürliche Wärme und angenehme Oberfläche.

Lederkunde

Besonders hochwertiges Leder mit offener Oberfläche. Die natürliche Struktur der Haut bleibt sichtbar und macht jedes Möbelstück einzigartig.

Anilinleder mit leichter Schutzschicht. Es verbindet eine natürliche Optik mit verbesserter Alltagstauglichkeit.

Leder mit deckender Farbschicht. Es ist besonders pflegeleicht und widerstandsfähig.

Die natürliche Oberflächenstruktur einer Lederhaut. Sie ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal.

Die im Laufe der Jahre entstehende Veränderung von Farbe und Oberfläche. Viele Menschen schätzen diese individuelle Ausstrahlung besonders.

Regelmäßige Reinigung und Pflege helfen dabei, die Schönheit und Geschmeidigkeit des Leders langfristig zu erhalten.

Echtes Leder mit charakteristischen Merkmalen wie kleinen Narben oder Wachstumsmerkmalen.

Speziell für die Verwendung auf Polstermöbeln entwickeltes Leder mit hoher Belastbarkeit.

Beschreibt die Dicke des Leders und beeinflusst Haltbarkeit sowie Haptik.

Fein angeschliffenes Leder mit samtiger Oberfläche und besonders weichem Griff.

Möbelstile & Design

Klassischer englischer Möbelstil mit tiefer Knopfheftung und markanter Kapitonierung.

Möbeldesign der 1950er- und 1960er-Jahre mit klaren Linien und funktionaler Gestaltung.

Gestaltungsstil, der Form und Funktion in den Mittelpunkt stellt und auf überflüssige Verzierungen verzichtet.

Zeitloser Einrichtungsstil mit klaren Formen, hellen Farben und natürlichen Materialien.

Wohnstil mit gemütlicher Ausstrahlung und traditionellen Gestaltungselementen.

Zeitgenössische Möbelgestaltung, die klassische Formen mit modernen Materialien verbindet.

Möbelstücke, die durch besondere Gestaltung, hochwertige Materialien und handwerkliche Verarbeitung überzeugen.

Ein Einzelstück, das individuell gefertigt oder gestaltet wurde.

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